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Adventskalender – Türchen Nr. 15 – Ihr eigener Gartenweg in nur 6 Schritten!

★★★ Türchen Nr. 15 ★★★

Gartenweg anlegen – 6 Schritte zum Erfolg – Tutorial

Der Weg ist das Ziel! Das gilt nicht nur für die eigene Zielsetzung im Leben, sondern auch um sich seinen eigenen Garten zu verschönern. Das geht sogar viel einfacher als Sie denken. Sie können außerdem noch viel Geld sparen wenn Sie es selber machen. In diesen einfachen 6 Schritten zeigen wir Ihnen wie Sie ihren eigenen Gartenweg anlegen können.

Schritt 1 – Abstecken der Fläche

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Um einen Gartenweg fachmännisch anlegen und gestalten zu können, bedarf es einer vorherigen Planung. So muss die Fläche berechnet und das Material kalkuliert werden. Wie soll der Weg verlaufen? Soll er gerade verlaufen oder in leichten Kurven? Wie breit darf er maximal sein?

Machen Sie sich am besten eine Zeichnung wie Sie sich das ganze vorstellen. Visuelle Abbildungen machen sehr deutlich wie es am Ende aussehen soll und kleine Notizen am Rande des Papiers ergänzen Ihre Zeichnung und Ideen.

FT Tipp: Sie können natürlich auch Computer-Programme für die Gestaltung des Gartens verwenden.

Haben Sie Ihre Zeichnung beendet, ist es an der Zeit den Gartenweg im eigenen Garten abzustecken. Unterteilen Sie Ihre maßstabsgetreue Zeichnung und bringen Sie die klare Fläche vor Ort zum Einsatz. Mit Holzpflöcken und einer Maurerschnur stecken Sie den Gartenweg nun ab. Wichtig hierbei ist allerdings, dass die Schnur eine einheitliche Höhe aufweist. Jetzt können Sie schon mit dem Aushub beginnen.

Schritt 2 – Der Aushub

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Sie sollten sich vorab klar sein, wie viel Maße an Erde Sie ausheben müssen. Bei kleineren Flächen reicht ein Spaten und eine Schaufel vollkommen aus. Bei größeren Flächen empfiehlt sich das Mieten eines Minibaggers. Meist kann man hier viel Zeit sparen und somit relativiert sich die zumeist geringe Mietgebühr.

Wird der Gartenweg ein reiner Fußweg wegen (und nicht befahrbar), dann muss eine Grabtiefe von 30-35 cm ausgehoben werden. Sollte es sich bei der Erde um sehr steinhaltige Erde handeln, muss sogar eine Grabtiefe von 60-90 cm ausgehoben werden. Bei dieser höheren Grabtiefe kann der Gartenweg auch mit einem PKW überfahren werden, ohne dass der Gartenweg davon Schaden nimmt.

FT Tipp: Um sicher zu gehen sollten Sie Ihr örtliches Bauamt zu Rate ziehen. Diese können Ihnen die Mindestgrabtiefe für Ihr Gebiet nennen.

Sie sollten nach dem Ausheben der Erde einen setzungsfreien Untergrund erreichen. Um das zu erhalten, müssen Sie die Erde mit einem Rüttelstampfer verdichten. Dadurch erreichen Sie eine höhere Stabilität der verlegten Fläche und vermeiden, dass einige Pflastersteine sich im Nachhinein verschieben, was zu unschönen größeren Fugen führen kann.

Anhand des Aushubs der Erde und der Abmessung des eigentlichen Gartenweges, können Sie nun die benötigte Menge an Pflastersteinen und Schotter berechnen. Achten Sie bitte auch auf den Platzbedarf bei Anlieferung der Ware (Pflastersteine auf Paletten oder Schotter/Kies im Big Bag oder lose Schüttung), damit die gelagerte Ware Ihnen bei der Arbeit nicht unnötig im Weg rumsteht. Die Ware sollte aber nicht zu weit weg von der eigentlichen Wirkungsstätte stehen, da Sie sonst unnötige Wege mit der Schubkarre absolvieren müssen, was sehr schweißtreibend sein kann.

Schritt 3 – Wegbegrenzung setzen

Um den Weg rechts und links zu begrenzen werden Randsteine verwendet. Neben der optischen Abgrenzung sorgen sie auch für ausreichend Stabilität, da der Schotter und die Belastung, die von oben einwirkt, seitliche Druckkräfte aufbringen. Diese Kräfte würde den Schotter nach außen verdrengen und die verlegten Pflastersteine würden sich verschieben. Die Randsteine halten den Schotter und die Pflastersteine somit an Ort und Stelle.

Damit sich die Pflastersteine nicht verschieben, sollten diese in ein Betonfundament fixiert werden. Die Betonschicht sollte mindestens 10-20 cm Höhe haben und auf eine wasserdurchlässige Schotterschicht enden. Anschließend wird jeder Randstein einzeln in das Streifenfundament gesetzt. Mit einem Gummihammer richten Sie den Randstein von der Höhe aus, bis er eine einheitliche Höhe mit der vorher gesetzten Schnur aufweist. Jetzt füllen Sie den Beton zu sogenannten Rückenschürzen. Diese müssen den Randstein bis zu einem Drittel in Beton fixieren.

FT Tipp: Der Beton muss nun vollständig aushärten, bevor wir mit dem nächsten Schritt weitermachen können! Sonst kann sich der Randstein verschieben.

Schritt 4 – Tragschicht einbringen

Ist der Beton ausgehärtet? Gut, dann können wir weitermachen. Nun kümmern wir uns erst einmal um die Tragschicht. Diese ist wichtig, damit das Regenwasser durch diese Schotterschicht abfließen kann und sich nicht unter den Pflastersteinen staut. In der Regel wird für die Tragschicht ein Kies mit einer Körnung bis 45 mm verwendet (Schotter bis 32 mm, Lava bis 45 mm). Je nach Aushubhöhe wird der Schotter 10-30 cm aufgeschüttet und mit einem Rechen verteilt, um anschließend mit einer Rüttelplatte zu verdichten.

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FT Tipp: Achten Sie hier bereits auf ein notwendiges Gefälle von 2 % vom Bauwerk weg!

Auf die verdichtete Schotterschicht kommt nun eine Fläche von maximal 5 cm Basaltsplitt. Damit die Oberfläche bündig mit dem höchsten Punkt ist empfiehlt es sich, den Splitt mit einer Latte abzuziehen. Für die späteren Pflastersteine ist es entscheidend wichtig, dass der Splitt exakt abgezogen ist.

FT Tipp: Nutzen Sie ein Schalbrett von 16-18 cm und sägen Sie die Seiten auf den Innenabstand der Randsteine aus. So lässt sich der Basaltsplitt exakt abziehen.

Bei der Höhenberechnung ist noch darauf zu achten, dass Sie die Höhe des Oberbelags minus 1 cm rechen, da das Pflaster mit der Rüttelplatte 1 cm abgerüttelt wird. Das fertiggestellte Pflasterbett sollte nun nicht mehr betreten werden um Fehlstellen zu vermeiden. Machen wir also direkt mit Schritt 5 weiter.

Schritt 5 – Verlegung der Pflastersteine

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Jetzt geht es an die Verlegung der Pflastersteine. Wichtig ist weiterhin, dass das Pflasterbett nicht betreten wird. Arbeiten Sie also weiterhin von außerhalb. Bei der Verlegung der Pflastersteine sollten Sie weiterhin wichtiges Werkzeug wie Wasserwaage und Gummihammer griffbereit haben. Auf die Fläche betrachtet lassen sich minimale Abweichungen mit bloßem Auge nicht erkennen.

Setzen Sie nun Ihren ersten Pflasterstein und achten Sie beim zweiten Stein auf eine Fugenbreite von 3-5 mm. Klopfen Sie den Stein leicht an, damit er optimal sitzt. Legen Sie nun Stein für Stein.

FT Tipp: Sollten einige Steine nicht passen, können Sie kostengünstig einen Steinknacker verwenden!

Es wird nicht funktionieren, dass alle Steine direkt passen. Sie müssen also den Stein in die gewünschte Form bringen. Mit einem Steinknacker können die Pflastersteine problemlos getrennt werden. Für Diagonalschnitte empfiehlt sich allerdings eher ein Nassschneidetisch mit einer Diamant-Trennscheibe. Durch eine gute Planung der Fläche, das Steinrastermaß und das Verlegemuster zeigt einem an, wie die Steine geschnitten werden müssen. So kann der Aufwand verringert und schnell erledigt werden.

Zum Schneiden sollten Sie auf dem Stein die gewünschte Schnittfläche mit einem Maurerbleistift anzeichnen. Legen Sie dann den Stein in den Steinknacker oder in den Nassschneidetisch und schneiden (bzw. knacken) den Stein an der gewünschten Stelle.

Sind alle Steine verlegt, kommen wir in Schritt 6 zum Verfugen der Pflastersteine.

Schritt 6 – Verfugen der Pflastersteine

Das Verfugen wird gemacht um spätere Schäden an der Fläche vorzubeugen. Für die Verfugung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Verfugen mit Fugensand
  2. Verfugen mit aushärtendem Fugenfüller

Beim Verfugen durch loses Fugmaterial wie Fugensand oder Splitt wird das Material mehrfach auf den gepflasterten Weg verteilt und mit einem Besen eingefegt. Bei Basaltsplitten ist darauf zu achten, dass dieses Material eine höhere Sickerfähigkeit verursacht und eher bei größeren Pflastersteine Verwendung findet. Runde Körnungen, wie beispielsweise bei Sanden, können sich im Laufe der Zeit durch den Regen rauswaschen. Daher muss diese Arbeit in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Ein Auswaschen des Fugmaterials wird bei aushärtenden Fugenmaterial gänzlich vermieden. Zusätzlich wird das Unkrautwachstum deutlich verringert. Das klingt alles deutlich besser als bei losem Fugmaterial, allerdings muss vor der Verwendung darauf geachtet werden, dass die Eigenschaften der Fugmaße zu den jeweiligen Steineigenschaften passen.

FT Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf des Fugmaterials, ob dieses für Ihre Steinsorte geeignet ist. In den Datenblättern stehen diese wichtigen Informationen (Bsp. Fugbreite, Fugtiefe usw.)

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Zum Abschluss der Arbeiten sollten Sie die verlegten Pflastersteine mit einer Rüttelplatte erneut abrütteln. Um Schäden an den Steinen zu vermeiden, nutzen Sie zusätzlich eine Gummimatte, die unter die Rüttelplatte montiert wird.

Mit diesen wenigen Schritten erreichen Sie bereits ihr Ziel: Ihren Gartenweg!

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Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit jeder genannten Produkte und Mietmaschinen im Hause Fassbender Tenten zu erwerben.

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